14. Februar: Am Valentinstag ist New York durch eine Serie von AnschlĂ€gen zerstört worden. Die Bevölkerung ist dezimiert, die Behörden sind korrupt, außer Kontrolle geratene bewaffnete Einheiten haben die Macht ĂŒbernommen. Dewey Decimal, der letzte Verwalter der New York Public Library, bewahrt Stil und Haltung, auch wenn er bis an die ZĂ€hne bewaffnet ist. Er war einmal Soldat, mehr weiß er nicht, denn seine Erinnerung ist manipuliert. Seine FĂ€higkeiten zu kĂ€mpfen und zu töten sind optimiert. Sein Sinn fĂŒr Gerechtigkeit und seine Neurosen haben System. Und sein Sinn fĂŒr Sprache und Witz ist ein weiterer Bestandteil seines Waffenarsenals.

Als er von der Stadtverwaltung auf eine osteuropÀische Gang angesetzt wird, beginnt ein Trip durch die apokalyptische Stadtlandschaft, bei dem sich mafiöse Verstrickungen bis in höchste Regierungskreise offenbaren. Mit Dewey Decimal werden die Leser in rasantem Tempo durch die Handlung gejagt, als befÀnden sie sich in einem Ego-Shooter-Szenario, in dem nichts ist, wie es scheint. Eine sprachmÀchtige, in die Zukunft geworfene Erneuerung des »Noir«


Nathan Larson: 2/14. Übersetzt von Andrea Stumpf. Diaphanes Verlag, 2014 (The Dewey Decimal System, 2011).

 

zur Übersicht zurück