Paulot, ein kleiner BetrĂŒger und Trickdieb, gerĂ€t in schlechte Gesellschaft. Er wird Mitglied einer Pariser Ganovenbande, die mit der »sanften Methode«, also ohne Blutvergießen, BankĂŒberfĂ€lle verĂŒbt; bis der von AlptrĂ€umen gequĂ€lte Paulot eines Tages bei einem Coup einen Kassierer erschießt. Eine polizeiliche und mediale Hetzjagd quer durch Frankreich wird inszeniert, in der Paulot als blutrĂŒnstiger Killer hingestellt wird.
Diesen Roman hat Malet – Vagabund, Gelegenheitsarbeiter, Zeitungsausrufer, Chansonnier und Anarchist, der in den 30er Jahren bei den Pariser Surrealisten verkehrte und mit Breton und DalĂ­ befreundet war – Ende der 40er Jahre geschrieben. Er ist Teil der stark autobiographisch gefĂ€rbten »Schwarzen Trilogie«, in der die Helden auf der Schattenseite der Gesellschaft stehen. Es sind kleine Ganoven und Herumtreiber, denen die VerhĂ€ltnisse keine Chance gelassen haben. Malet wurde mit der »Schwarzen Trilogie« zum BegrĂŒnder des französischen Schwarzen Romans, der die Tradition eines Poe oder Chandler in Paris fortsetzt.


 

LĂ©o Malet: Angst im Bauch. Übersetzt von Andrea Jossen. Edition Nautilus, 1989. (Sueur aux tripes, 1949).

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