In P√©cherots zweitem Band der Krimi-Trilogie aus dem Paris der Zwischenkriegszeit tritt wieder ein bemerkenswertes Personal auf: Neben Nestor Burma sind das ein Zauberk√ľnstler, im Zivilstand Bestatter, ein glatzk√∂pfiger, Rinderblut trinkender Schmuggler, eine Leiche ohne Kopf, die sich als Trotzkis ehemaliger Sekret√§r entpuppt und kein Geringerer als Andr√© Breton h√∂chstpers√∂nlich, der Waffen nach Spanien schmuggeln hilft.

In Frankreich sind die Tage der Volksfront gez√§hlt. Das Land wird ersch√ľttert durch Attentate der rechtsextremen Cagoule, deren versuchter Staatsstreich nur wenige Monate zuvor vereitelt wurde. Die Lage in Europa wird immer angespannter. Hitler hat √Ėsterreich annektiert. Die V√∂lkergemeinschaft schweigt, als Mussolini in √Ąthiopien einmarschiert. Auf der anderen Seite der Pyren√§en tobt der Spanische B√ľrgerkrieg. Patrick P√©cherot beherrscht die Kunst, Zeit und Figuren auferstehen zu lassen wie ein Panoptikum und sie in eine spannende Krimihandlung einzubetten.


 

Patrick P√©cherot: Belleville ‚Äď Barcelona. √úbersetzt von Cornelia Wend. Nautilus, 2011. (Belleville-Barcelone, 2003)

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