Alles ist wie ausgelöscht, als der Journalist Manuel Carraspique nach einem schweren Verkehrsunfall aus dem Koma erwacht. Man hat ihn ins Krankenhaus eines argentinischen Provinznestes gebracht, wo er, ans Krankenbett gefesselt, vor sich hin deliriert. Bis er begreift, wer im Bett neben ihm liegt: ein bis zur Unkenntlichkeit entstellter indianischer Exorzist, der im Wahn seine Familie niedergemetzelt haben soll.
Manuel wittert die Story seines Lebens und bringt seinen Bettnachbarn zum Reden. HaarstrĂ€ubendes kommt ans Licht, und immer wieder fĂ€llt der Name »Cacho« – ein Priester, ein Dealer, ein wĂ€hrend der Diktatur gefĂŒrchteter General? Ein atemberaubendes Verwirrspiel nimmt seinen Lauf, bei dem die Grenzen zwischen Erinnern und Vergessen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verwischen drohen.


RaĂșl ArgemĂ­: ChamĂ€leon Cacho. Übersetzt von Susanne Mende. metro im Unionsverlag 2008. (PenĂșltimo nombre de guerra, 2004)

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