Ein illusionsloser Außenseiter, der zum Gauner und Mörder wird, ist die Hauptfigur im ersten Teil der Schwarzen Trilogie. In diesem Action-Krimi zeichnet Malet das Bild eines Menschen in wilder Revolte gegen die Gesellschaft und gegen sich selbst.

Der Roman erzĂ€hlt von einer Gruppe junger Rebellen, die nach dem Vorbild der Bonnot-Bande Geld fĂŒr einen Bergarbeiterstreik beschafft. Als die Aktion blutig ausgeht, wird sie vom anarchistischen Komitee verurteilt, und die Gruppe macht auf eigene Rechnung weiter. In der Spirale von IllegalitĂ€t und KriminalitĂ€t gefangen, bricht ihre Gemeinschaft auseinander. Neid entsteht, Einsamkeit, Verrat. Der Held hat ein Leben voller FehlschlĂ€ge und Frustrationen hinter sich und keine Perspektive vor sich. TrĂ€ume und Phantasien von Liebe sind kurze Illusionen. Einziger Ausweg aus seinem Sklavenleben scheint ihm »das Böse«. Sein selbstzerstörerischer Amoklauf ist durch nichts mehr aufzuhalten.


 

LĂ©o Malet: Das Leben ist zum Kotzen. Übersetzt von Sarah Baumfelder und
Thomas MittelstÀdt. Edition Nautilus, 2015. (La vie est dégueulasse, 1948)

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