Ren√© Lecomte ist wieder da. Der Chef der Pariser Unterwelt hat einen l√§ngeren Aufenthalt in Lateinamerika hinter sich. Nun will der ¬ĽComte¬ę ausstehende Schulden eintreiben und offen stehende Rechnungen begleichen. Bei einer Schie√üerei wird er schwer verletzt und rettet sich ins Krankenhaus. Aline, Sylvie und Th√©r√®se, soeben mit dem Krankenschwesterndiplom ausgestattet, m√ľssen zum ersten Mal in der Nachtschicht √ľber Leben und Tod entscheiden. W√§hrend der ¬ĽComte¬ę die Notoperation √ľbersteht, beginnt drau√üen schon der Kampf um seine Nachfolge.

Spannend, unterhaltsam und mit ungewohnt erotischen Momenten aufgeladen, l√§dt Jean Amila sein Publikum ein, in die Seelen der Beteiligten zu schauen. Er verbindet Handlungsstr√§nge und Milieus unterschiedlicher Welten, die erst auf den zweiten Blick strukturelle √Ąhnlichkeiten aufscheinen lassen: starke Hierarchien und die Konfrontation mit dem Tod. Der Mythos der ¬ĽHalbg√∂tter in Wei√ü¬ę wird gnadenlos demontiert. Idealismus und Unzufriedenheit im Kontrast: Das ist sehr gegenw√§rtig!


Jean Amila: Die Abreibung. √úbersetzt von Helm S. Germner. Conte Verlag 2009. (La bonne tisane, 1955).

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