Als ihr Cousin Freddy aus dem Gef√§ngnis entlassen wird, weigert sich Madame Rebernak, ihn aufzunehmen. Mag sein, dass sie die einzige Verwandte ist, doch die resolute Witwe wei√ü wie jeder in der kleinen Provinzstadt, dass Freddy damals ein kleines M√§dchen missbraucht hat. Wie kann sie ihn in Schach halten, wie ihre Tochter Cl√©mence vor ihm sch√ľtzen?

Denn Freddy hat seine Strafe verb√ľ√üt und kann sich √ľberall frei bewegen, und auch das junge M√§dchen entzieht sich ihrer Konrolle. So ist Mme Rebernak ganz auf ihre eigene Wachsamkeit gestellt, will sie ein neues Verbrechen verhindern. Ihr einziger Trost ist, dass Cl√©mence mit dem Sohn des Notars befreundet ist, der zu den Honoratioren des Ortes z√§hlt und sich so nett um die Familie k√ľmmert. Aus Dankbarkeit hat sie ihm erst k√ľrzlich das Jagdgewehr ihres verstorbenen Mannes √ľberlassen. Sonderbar nur, dass der Notar das junge M√§dchen neuerdings gern selbst in seinem Sportwagen heimbringt.


 

Yves Raves: Ein Freund des Hauses. √úbersetzt von Angela Wichard-Lindner. Kunstmann 2014. (Un notaire peu ordinaire, 2013).

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