Léo Malet (1909-1996), Anarchist, Surrealist, Chansonnier, Verfasser von ca. 50 Kriminalromanen. Wurde vor allem berühmt mit seinen fürs Fernsehen verfilmten Kriminalromanen um den Detektiv Nestor Burma, die ihren Reiz auch durch die enge Bindung an die Topographie von Paris erhalten («Les nouveaux mystères de Paris») und als Persiflage auf amerikanische Hard-boiled-Muster dem französischen Kriminalroman eine neue Qualität verliehen haben. Wie seine amerikanischen Kollegen leidet Burma unter Einsamkeit und Geldknappheit. Er durchstreift als Privatflic mit anarchistischer Vergangenheit die Pariser Bistros. 1947/1948 schrieb Malet die Schwarze Trilogie, die mit ihren surrealistischen Einflüssen eine Sonderstellung in der Krimi-Literatur einnimmt. Malet erhielt für seine Kriminalgeschichten drei Preise, vier seiner Bücher wurden verfilmt.

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