Weit entfernt von ihrer Heimat, in Schweden, ĂŒberfallen Gangster einen Geldtransporter und rauben SĂ€cke voller Bargeld. Allerdings mĂŒssen sie die Beute wenig spĂ€ter buchstĂ€blich in den Wind schreiben. Eine Windhose wirbelt die Geldscheine durch die Luft und lĂ€ĂŸt sie zu Boden regnen, wo sie will. Sehr ungĂŒnstig fĂŒr Ernesto, den Gangsterboss. Jetzt muss er nicht nur vor der Polizei flĂŒchten, sondern auch vor den eigenen Leuten, die auf ihren Anteil der Beute warten. In seiner finnischen Heimatstadt HĂ€meenlinna heckt Ernesto mit lokalen Kleingaunern ein anderes Ding aus, um den Schaden zu kompensieren, aber am Ende steht auch diesmal nicht das zufriedene ZĂ€hlen der Scheine, sondern ein wahres Inferno. FĂŒr die Beute empfehlen sich gleich mehrere EmpfĂ€nger, aber letzten Endes scheint Ernestos wodkasĂŒchtige Tante Henna den entscheidenden SchlĂŒssel in der Hand zu halten. Tapani Bagges Schwarzer Himmel reißt die Leser in einer spannenden Geschichte ohne Umschweife mit. Geschickt knĂŒpft er ein dichtes Geflecht aus kriminellen ZusammenhĂ€ngen und behandelt dabei die Bösewichte mit ebenso viel VerstĂ€ndnis wie die HĂŒter der Ordnung.


Tapani Bagge: Schwarzer Himmel. Übersetzt von Stefan Moster. Suhrkamp 2012. (Musta taivas, 2006)

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