Er ist ein Taschendieb mit Prinzipien: nur wohlhabende Opfer, m├Ąnnlich, keine Gewalt. In den ├╝berf├╝llten U-Bahnen oder belebten Stra├čen Tokios holt Nishimura ihnen das Portemonnaie aus der Tasche. Dabei bedeutet ihm Geld wenig, er lebt zur├╝ckgezogen in einem billigen Apartment an der Peripherie, hat keine Familie, keine Freunde. Nur einen kleinen Jungen, der um jeden Preis von ihm lernen will, wie man stiehlt, wird er nicht los. Seine Vergangenheit versucht Nishimura zu vergessen, doch eines Tages holt sie ihn ein. In Gestalt eines Kumpels, mit dem er vor Jahren in einen Raub├╝berfall verwickelt war. Und auch der Drahtzieher jenes ├ťberfalls, der allm├Ąchtige Yakuza-Boss Kizaki, Herr ├╝ber Leben und Tod, hat erfahren, dass er wieder in Tokio ist.


 

Fuminori Nakamura: Der Dieb. ├ťbersetzt von Thomas Eggenberg. Diogenes 2015. (Suri, 2010).

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